Schweden beschließt den Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomkraft.
„CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla bezeichnete die Entscheidung der schwedischen Regierung dagegen als „klares Signal“ dafür, dass Kernenergie als Bestandteil eines breit gefächerten Energiemixes noch immer nötig sei. Seine Partei wolle aber keine neuen Kraftwerke bauen, sondern die Laufzeiten bestehender Anlagen verlängern, sagte Pofalla der „Süddeutschen Zeitung“. Die Union hatte 2008 beschlossen, mit der Forderung nach längeren Laufzeiten in den Bundestagswahlkampf zu gehen.“
via Focus
Anscheinend hat die Entscheidung der Schweden Einfluss auf die bisher ungünstigen Rahmenbedingungen der Atomkraft gehabt – sehen wir mal nach:
1. Atommüll ist nicht mehr gefährlich – hmm, auch trotz der Entscheidung der Schweden scheint sich daran nichts geändert zu haben, dass Atommüll weiterhin extrem gefährlich ist.
2. Die Entsorgung ist endlich geklärt – wie in den letzten fast 50 Jahren der kommerziellen Nutzung der Atomkraft gibt es keine durchführbare Methode, den strahlenden Müll sicher zu beseitigen, ohne das Problem einfach an kommende Generationen weiterzureichen (siehe Asse II). Man kann natürlich wie die Bundesländer, die am lautesten die Atomenergie propagieren (wie z.B. Bayern durch den Atomminister Glos) das Problem einfach weit weg verschieben – sagen wir mal nach Niedersachsen.
3. Uran wächst jetzt auf deutschen Äckern – es scheint so, dass Uran immer noch aus dem Ausland nach Deutschland transportiert werden muss – z.B. mit dem Schiff aus den USA oder Australien – man kann es natürlich auch aus Russland beziehen – es klingt sehr vielversprechend, sich mit einem weiteren Energiegrundstoff von Russland abhängig zu machen.
4. Transporte von Atommüll zahlt der Verursacher, sie sind extrem beliebt und jubelnde Menschenmassen begleiten die Züge mit den Castor-Transporten – hm, auch die Ablehnung der Bevölkerung gegen den Transport von strahlendem Müll scheint sich nicht gelegt zu haben – und die Bewachung der glorreichen Müllfracht bezahlt weiterhin der Steuerzahler.
Es hat sich also nichts geändert, außer dass die schwedische Regierung eine dumme Entscheidung getroffen hat – wie Herr Pofalla darin ein klares Signal erkennt ist mir schleierhaft.

