Archiv der Kategorie 'Das Herz schlägt grün'

Weltidiotenkonferenz in Rom

In Rom findet die Welternährungskonferent statt – zu Beginn hält der Papst ein Rede – sehr passend, da die Katholische Kirche mit ihrer verhütungsfeindlichen Haltung ja auch zur Überbevölkerung und somit zu einem nicht zu kleinen Teil auch für den Hunger die Verantwortung trägt – leider (und wie erwartet) geht der Papst dieses Thema nicht an, sondern schießt lieber auf die bösen Heuschrecken.

Vor der eigenen Tür kehrt ebensowenig Silvio Berlusconi, dessen Regierung sich ja für die Verurteilung des Cap Anamur Chefs einsetzte, weil dieser Bootsflüchtlinge aus Afrika nicht ertrinken lassen wollte.

Als weitere Pappnasen der internationalen Politik und geschätzte Redner reiten sich auch die afrikanischen Diktatoren und bekannten Menschenfreunde Gadaffi und Mugawe ein – Killerclown Gadaffi schlief während seiner Rede fast ein, weil er am Abend zuvor mit 200 extra angeheuerten Models (freiwillig macht sowas ja wahrschienlich auch keiner) standesgemäß ein großes Gelage abgehalten hat.

Hätte man das Geld, dass diese Versammlung von Weltklasse-Vollpfosten gekostet hat statt dessen lieber in die Entwiclungshilfe gesteckt wäre wahrscheinlich mehr erreicht worden. Hätte man die ganze Versammlung auf Lampedusa im Flüchtlingscamp abgehalten und den Schlüssel weggeworfen,  dann wäre der Nutzen natürlich noch größer geworden – naja, einen Tag haben sie ja noch und ich kenne das Ausflugsprogramm für heute nicht.

Ilse Aigner ist auch da – aber als Gegenargument zählt das wohl kaum.

Diese Entscheidung ändert alles…

Schweden beschließt den Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomkraft.

„CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla bezeichnete die Entscheidung der schwedischen Regierung dagegen als „klares Signal“ dafür, dass Kernenergie als Bestandteil eines breit gefächerten Energiemixes noch immer nötig sei. Seine Partei wolle aber keine neuen Kraftwerke bauen, sondern die Laufzeiten bestehender Anlagen verlängern, sagte Pofalla der „Süddeutschen Zeitung“. Die Union hatte 2008 beschlossen, mit der Forderung nach längeren Laufzeiten in den Bundestagswahlkampf zu gehen.“

via Focus

Anscheinend hat die Entscheidung der Schweden Einfluss auf die bisher ungünstigen Rahmenbedingungen der Atomkraft gehabt – sehen wir mal nach:

1. Atommüll ist nicht mehr gefährlich – hmm, auch trotz der Entscheidung der Schweden scheint sich daran nichts geändert zu haben, dass Atommüll weiterhin extrem gefährlich ist.

2. Die Entsorgung ist endlich geklärt – wie in den letzten fast 50 Jahren der kommerziellen Nutzung der Atomkraft gibt es keine durchführbare Methode, den strahlenden Müll sicher zu beseitigen, ohne das Problem einfach an kommende Generationen weiterzureichen (siehe Asse II). Man kann natürlich wie die Bundesländer, die am lautesten die Atomenergie propagieren (wie z.B. Bayern durch den Atomminister Glos) das Problem einfach weit weg verschieben – sagen wir mal nach Niedersachsen.

3. Uran wächst jetzt auf deutschen Äckern – es scheint so, dass Uran immer noch aus dem Ausland nach Deutschland transportiert werden muss – z.B. mit dem Schiff aus den USA oder Australien – man kann es natürlich auch aus Russland beziehen – es klingt sehr vielversprechend, sich mit einem weiteren Energiegrundstoff von Russland abhängig zu machen.

4. Transporte von Atommüll zahlt der Verursacher, sie sind extrem beliebt und jubelnde Menschenmassen begleiten die Züge mit den Castor-Transporten – hm, auch die Ablehnung der Bevölkerung gegen den Transport von strahlendem Müll scheint sich nicht gelegt zu haben – und die Bewachung der glorreichen Müllfracht bezahlt weiterhin der Steuerzahler.

Es hat sich also nichts geändert, außer dass die schwedische Regierung eine dumme Entscheidung getroffen hat – wie Herr Pofalla darin ein klares Signal erkennt ist mir schleierhaft.


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