Während wir in Bussen und Bahnen immer wieder mit Plakaten wie „Jesus rettet“ und „Wer Jesus hat, hat das Leben“ (z.B von der Plakatmission) beglückt werden (auch in Bremen und Hamburg), so wird die Kamapagne von Atheisten mit dem Spruch „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott – ein erfülltes Leben braucht keinen Glauben“ von Verkehrsbetrieben im ganzen Bundesgebiet abgelehnt – es würden die Gefühle von gläubigen Menschen verletzt.
Ich kann nicht vestehen, wie eine derart moderate Aussage jemanden verletzen kann – es ist mir auch unbegreiflich, warum Verkehrsbetriebe meinen, dass sich Atheisten im Gegenzug nicht ebenso von christlichen Missionsplakaten belästigt fühlen, die oft viel zugespitzter formuliert sind (www.bibelplakat.de). Katholische Bischöfe dürfen in aller Öffentlichkeit predigen, dass Atheismus die Wurzel des Faschismus und der Gräuel des Kommunismus ist, aber bitte keine Kritik am religiösen Weltbild äußern, denn das ist intollerant und beleidigt die Gefühle der Christen.
In was für einem Land leben wir eigentlich? Wo bleibt die öffentliche Empörung, dass Atheisten in Deutschland so offen diskrminiert werden? Kein Verkehrsbetrieb würde sich weigern eine jüdische oder muslimische Buskampagne laufen zu lassen (ausgenommen derer, die garkeine weltanschauliche Werbung annehmen) – aber beim Atheismus hört der Spaß auf – dieses Verhalten zeigt warum es wichtig ist, dass Atheisten sich zeigen und offen in der Gesellschaft auftretet – nur so kann solchem religiösen Fundamentalismus die Stirn geboten werden.
