Nachdem Goertz.de ja schon beim Bestellen keine gute Figur gemacht hat habe ich heute endlich meine Schuhe erhalten – in der falschen Größe – und zwar beide Paar… Wie schlecht kann ein Onlineshop sein?
Archiv-Seite 2
Goertz hats drauf Teil II
Veröffentlicht Januar 29, 2009 Ergodynamisch , Kaffeemaschine Hinterlasse einen KommentarDer Goertz online shop ist an sich schon recht schlecht benutzbar – man kann z.B. die Produktübersicht nicht selber umsortieren oder filtern und wenn man Produktdetails in Tabs aufruft, funktioniert der Bestellvorgang nicht mehr – das ist besonders lustig, weil Goertz alle Produkte eine Kategorie immer auf der selben Seite anzeigt (also so 70-80 Paar Schuhe) und es keine Möglichkeit gibt, von der Produktseite direkt an den Ort auf der Liste zu springen, den man zuvor gesehen hat – man darf sich also die gesammte Liste immer wieder von Vorne ansehen – das ist ansich schon recht peinlich.
Ich wollte trotzdem dort Schuhe kaufen – für den Kauf ist es übrigens zwingend erforderlich eine Telefonnummer anzugeben – nicht nur Webdesign von Vorgestern, sondern auch Datenkrake – ganz großartig.
Die Schuhe waren aber so toll, dass ich trotzdem dort einkaufen wollte (12345 wird als Telefonnummer akzeptiert
Für die Bezahlung hat man folgende Optionen:

Toll – es geht mit Rechnung
Dann schaue ich heute meinen Spam-Ordner durch und sehe dort folgendes:

Klar, per Nachnahme – sehr kundenfreundlich – und warum konnten Sie mir das nicht gleich schon sagen? Schafft das 10 Jahre alte Fulfilment System eine derart komplexe Kalkulation nicht mehr?
Goertz ist schon jetzt für mich der Un-Shop des Jahres – aber mal sehen, was sonst noch so kommt…
Willkommen im Vorgestern
Veröffentlicht Januar 26, 2009 Weihrauchbomben 1 KommentarTags: dagegen, Holocaust-Leugner, Kirche, Weihrauchbomben
Der Papst de-exkommuniziert einen bekennenden Holocaustleugner:
„Williamson sagte im schwedischen Fernsehen, es gebe erdrückendes historisches Beweismaterial, das gegen die mutwillige Vergasung von sechs Millionen Juden während des Zweiten Weltkriegs spreche. Es seien vielleicht 200.000 bis 300.000 Juden in Konzentrationslagern umgekommen, aber kein einziger von ihnen sei vergast worden.“ von Spiegel.de
und in Bolivien pricht sich die Kirche gegen eine Verfassungsänderung aus, die der indigenen Mehrheit die selben Rechte gewährt, wie allen anderen Bürgern:
„Die katholische Kirche und ein Zusammenschluss protestantischer Kirchen in Bolivien hatten kürzlich Befürchtungen geäußert, die neue Verfassung könne den Weg für die Legalisierung von Abtreibungen und für die Homo-Ehe frei machen. Schließlich werde in dem Text nicht die Familie als Säule der bolivianischen Gesellschaft festgeschrieben. Morales erinnerte die Kirchen daran, dass sie an der Ausformulierung der Verfassung beteiligt worden seien und der Text ihre Befürchtungen nicht stütze.“ von Focus.de
Wilkommen in der Welt von Vorgestern – und diese ganzen Spinner werden auch von deutschen Kirchensteuern und Spenden an die Kirchen mitfinanziert…
Diese Meldung ist nicht nachvollziehbar…
Veröffentlicht Januar 21, 2009 Ergodynamisch , Kaffeemaschine 1 KommentarTed Nelson bringt ein Buch raus und findet anscheinend keinen Verleger – eigentlich unverständlich – selbst wenn er ein sehr schlechter Schriftsteller ist könnte man ihm ja einen Ghostwriter geben – Sido hat ja auch nicht selber geschrieben und verkauft sich trotzdem.
Man bekommt Ted Nelsons Oevre nur in einem Selbstverlag-Verlag, der anscheinend selbst nicht das Geld hat, sich eine professionelle Lokalisierung zu leisten – das ist für mich nicht nachvollziehbar…
WAAAAARGH!

via mong
Zum Glück habe ich kurz vor dem Crash nochmal ein Backup gemacht – sobald ich die SQl Daten in ein WordPress.com kompatibles XML Format konvertiert habe (wie auch immer das gehen soll) importiere ich die Artikel in diesen Blog…
Kurze Fassung:
Ich habe mich entschlossen, meinen Blog bei WordPress direkt hosten zu lassen, da ich meinem Serverbetreiber server4you nicht mehr sonderlich vertraue.
Lange Fassung:
Ich habe vor ein paar Wochen ausversehen meine Serverkonfiguration zerschossen. Ich dachte eigentlich, dass das kein großes Problem sei, da das Hostsystem für meinen virtuellen Server jeden Monat ein automatisches Backup zieht. Ich habe also versucht, das Backup (Werbung: „PremiumFeature“ „100% Backup“) wieder über das Hostsystem einzuspielen. Allerdings hat sich der Prozess immer wieder aufgehängt, weil er anscheinend nicht mit bestimmten Symlinks klarkam – was mir bei einem Hoster für Linux-Systeme total unverständlich ist.
Ich wendete mich also über ein Support-Ticket (Telefonisch wäre auch gegangen – allerdings nur für horrende Preise) and den Support und bekomme schnell eine Antwort – das Backup würde nicht gehen. Nach diesen Worten der Erleuchtung probierte ich noch, die anderen drei Backup-Versionen einzuspielen, leider auch ohne Erfolg – lediglich ein urlaltes Backup meines Debian 3 Servers funktionierte noch.
Ich fragte also per Ticket nach, ob Server4You nicht einfach das Backup separat in mein Filesystem mounten könne oder ob sie mir die Backup-Datei nicht einfach als Download einstellen könnten. Wieder antwortet der Service schnell. Das könne man gerne tun – es wäre allerdings ein kostenpflichtiger Service.
Ich frage nach, warum ich dafür bezahlen soll, wenn ein beworbener Service des Hostsystems offensichtlich versagt hat. Die Antwort des Supports: Das Backup sei ja nur ein freiwilliges, sozusagen unbezahltes Angebot von Server4You und deswegen werde für seine Funktion auch keine Haftung übernommen.
Ich war etwas veblüfft, denn „100% Backup“ und „PremiumFeature“ klang für mich schon so, als sei es nicht umsonst und ziemlich sicher Teil meines Hosting-Paketes. Im Backup wurde auch nicht explizit darauf hingewiesen, dass das Backup nicht sonderlich sicher oder ein kostenloses Zusatzangebot sei (z.B. „50% Backup“, „gratis-but-not-stable feature“).
Ich bekam vom freundlichen Servicemitarbeiter auch gleich einen Kostenvoranschlag mitgeteilt – für das Kopieren der Daten meines Backups auf meinen vServer wurden 3 Arbeitseinheiten veranschlagt …. à 15 Minuten … à 30 Euro…
Ich sollte also für das Kopieren einer Datei incl. Mehrwertsteuer 119 Euro bezahlen – ich habe noch einmal nachgefragt, wie es zu dieser, mir total unverständlichen, Arbeitseinschätzung gekommen sei und ob man mir nicht doch entgegen kommen könne. Der Servicemitarbeiter schrieb daraufhin, dass das Kopieren einer Datei nunmal so lange dauert und schrecklich kompliziert sei. Außerdem könne man mir nicht entgegenkommen.
Ich habe mal auf den Hinweis verzichtet, dass man auch mehrere Dateien auf einmal kopieren kann und dass nach dem Kopieren auch nicht jede Datei einzelnd von einem Dipl. Informatiker überprüft werden muss. Statt dessen habe ich meine Kündigung angekündigt.
Jetzt lasse ich meinen Blog direkt bei WordPress laufen, was zusätzlich den Vorteil hat, dass ich nicht jede Woche wieder selber ein Update einspielen muss…

